Häufig gestellte Fragen zum Immobilienkauf
Antworten zu Eigenkapital, Nebenkosten, Notar und KfW-Förderung – übersichtlich erklärt
Banken akzeptieren in Deutschland typischerweise ab 10–15% Eigenkapital, aber 20% sind der Standard für bessere Konditionen. Mit weniger Eigenkapital zahlen Sie höhere Zinsen und müssen zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Je mehr Sie sparen, desto günstiger wird Ihr Kreditangebot – schon 5% Unterschied beim Eigenkapital können tausende Euro Zinsersparnis bedeuten.
Die Grunderwerbsteuer liegt zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises – je nach Bundesland. In Baden-Württemberg zahlen Sie beispielsweise 5%, in Bayern nur 3,5%. Diese Steuer ist nicht vermeidbar, muss aber in Ihre Gesamtkostenplanung eingehen. Ein Tipp: Kaufen Sie Grundstück und Gebäude im selben Vertrag – getrennte Verträge bringen keine Ersparnisse und erschweren nur die Finanzierung.
Notar und Grundbuchamt berechnen zusammen etwa 1,5–2% des Kaufpreises. Bei einem 300.000-Euro-Kauf sind das ungefähr 4.500–6.000 Euro. Der Notar prüft den Kaufvertrag, beurkundet ihn und leitet die Eintragung ins Grundbuch ein. Diese Gebühren sind gesetzlich festgelegt und können nicht verhandelt werden – der Notar ist aber neutral und schützt beide Seiten.
Ja – die KfW bietet über das Programm 124 (Wohneigentumsprogramm) Darlehen mit günstigen Zinsen und Zuschüssen. Je energieeffizienter die Immobilie, desto besser die Konditionen. Bei älteren Häusern kann ein Sanierungskonzept zu zusätzlichen Fördermitteln führen. Allein durch bessere Zinsen sparen viele Käufer 10.000–30.000 Euro über die Laufzeit.
Rechnen Sie mit 8–12% des Kaufpreises für alle Nebenkosten zusammen: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5%), Notar und Grundbuch (1,5–2%), eventuell Maklerprovision (3–7,5%), plus Gebühren für Grundschuldbestellung und Eintragungen. Bei 300.000 Euro sind das realistische 24.000–36.000 Euro – das muss zusätzlich zum Eigenkapital vorhanden sein.
Von Angebotserstellung bis Eintragung ins Grundbuch dauert es durchschnittlich 6–10 Wochen. Nach Vertragsunterschrift bei der Notarin benötigen Sie meist 4–6 Wochen bis zur Grundbucheintragung – erst dann gehört die Immobilie rechtlich vollständig Ihnen. Planen Sie mit dieser Zeitspanne bei Ihrer Finanzierung und Umzugsplanung.
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